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Checkliste der Apothekerkammer Niedersachsen

Tipps, um starkes Schwitzen zu mindern

Hannover, 03.08.2021 – Ob beim Sport, in der Sommerhitze oder in Stresssituationen: Schwitzen kann sehr unangenehm sein. Allerdings gehört es auch zum Menschsein dazu. Unsere körpereigene Klimaanlage sorgt sogar dafür, dass wir mehr Leistung erbringen, wenn wir schwitzen. Schwitzen dient der Thermoregulation im Körper und ist somit ein ganz normaler physiologischer Vorgang. Pro Tag schwitzt der Mensch mindestens einen halben Liter Wasser aus. Wenn er sich körperlich betätigt, können es sogar bis zu sechs Liter werden. Der durch starkes Schwitzen entstandene Flüssigkeits- und Elektrolytmangel ist aber leicht durch Getränke mit der Etikettangabe „isotonisch“ auszugleichen. Ab wann das Schwitzen allerdings für den Körper gefährlich wird und was Patient:innen dagegen tun können, zeigt diese Checkliste der Apothekerkammer Niedersachsen.

1. Ist das Schwitzen durch eine Stresssituation ausgelöst worden?

Jede Person reagiert anders auf besondere Lebensumstände. Eines ist aber bei allen Menschen gleich: Sie geraten in besonderen Situationen leicht ins Schwitzen. Viele unerwartete Situationen sorgen für eine Ausschüttung von Stresshormonen, die unter anderem zur vermehrten Schweißbildung führen. Das ist erst einmal eine völlig normale Reaktion des Körpers. Die Aktivierung der Stresshormone sorgt nämlich für eine erhöhte Aufmerksamkeit. Bei starkem Schwitzen, z. B. hervorgerufen durch Angst, Lampenfieber und Aufregung hilft autogenes Training, pflanzliche Beruhigungsmittel wie z. B. Lavendel, Hopfen, Baldrian oder Passionsblume.

2. Treten neben dem Schwitzen weitere Symptome auf?
Kommt es neben dem Schwitzen zu weiteren Krankheitsanzeichen, ist ein Arztbesuch ratsam. Bei Kaltschweißigkeit mit blasser, fahler Haut und Luftnot kann es sich unter Umständen um einen Herzinfarkt handeln und eine sofortige notärztliche Versorgung ist nötig. Auch im Falle einer Diabeteserkrankung kann es zu plötzlichen Schweißausbrüchen mit Zittern, Heißhunger und eventuell sogar Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit kommen. Apothekerinnen und Apotheker empfehlen dann die schnelle Zufuhr von Zucker, Fruchtsäften oder Traubenzucker. Sollte dies nicht zu einer Verbesserung der Situation führen, muss eine Notärztin oder ein Notarzt gerufen werden.

Gehen mit übermäßigem Schwitzen Wärmeüberempfindlichkeit, Zittern und Nervosität einher, ist ein Arztbesuch dringend anzuraten. Es gilt zu klären, ob man Ursachen und gezielte Behandlungen finden kann. Manchmal ist z.B. eine Unterfunktion der Schilddrüse zu entdecken, die spezifisch therapiert werden muss.

Nachtschweiß kann ein Hinweis auf eine Viruserkrankung sein, wenn zusätzlich Abgeschlagenheit und Fieber auftreten. Dauern diese Krankheitszeichen länger als drei Tage und steigt die Körpertemperatur über 40 Grad, muss dringend ein Arzt konsultiert werden.

Starkes Schwitzen kann auch hormonbedingt sein, so klagen Frauen in den Wechseljahren häufig über Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen.

3. Starkes Schwitzen mit hygienisch kosmetischen Maßnahmen lindern
Sind nach einem Arztbesuch ernsthafte Erkrankungen, Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen von Arzneimitteln ausgeschlossen, hilft ein Besuch in einer Apotheke vor Ort. Apotheker:innen beraten über hygienische und kosmetische Maßnahmen wie über den Einsatz von Antitranspirantien. Diese mindern die Schweißproduktion, indem die Schweißdrüsen verengt werden. Deodorants hingegen überdecken den Schweißgeruch mit Hilfe von Duftstoffen, die oft eine bakterienhemmende Wirkung haben. Sie reduzieren allerdings die Schweißmenge nicht.

Auch die Behandlung mit lokal aufgebrachtem, hochprozentigem Alkohol hilft gegen den Schweißgeruch, indem durch Desinfektion die Bakterien reduziert werden. Allerdings wird bei dieser Methode die Haut stark gereizt.

Wer es milder mag, sollte auf Körperpuder zurückgreifen. An Stellen, wie unter der Brust, sorgt Körperpuder für Trockenheit und beugt so zusätzlich einem lästigen Pilzbefall vor. Puder hilft auch gegen Schweißfüße.

4. Auf strenge Körperhygiene achten
Auch tägliches Duschen und das Entfernen der Haare unter den Achseln vermindern die Bakterienvermehrung und somit den lästigen Schweißgeruch. Besonders wirksam sind z. B. Waschungen mit Salbeitee, der antibakteriell wirkt, oder Bäder mit Eichenrindensud. Eichenrinde wirkt zusammenziehend, juckreizstillend und antiseptisch.

5. Ernährung umstellen
Auch die Ernährung beeinflusst die Schweißbildung. Wer stark schwitzt, sollte auf Nervengifte wie Nikotin, Koffein, sowie scharfe Speisen oder Purine besser verzichten. Purine sind in Lebensmitteln und vor allem in Fleisch, Sojaprodukten, Hülsenfrüchten, Schalen- und Krustentieren sowie in Kohl, Spinat und Spargel enthalten.

6. Mit der richtigen Kleidung das Schwitzen reduzieren
Vor allem Baumwolle oder geeignete Funktionskleidung eignen sich für Schwitzende. Diese Stoffe haben eine höhere Saugkraft und nehmen die Nässe vom Körper auf. Die benutzte Kleidung sollte bei mehr als 40 Grad gewaschen werden. Das tötet die Bakterien ab und der Geruch verschwindet.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.800 Mitglieder an. Die Apothekerin und der Apotheker sind fachlich unabhängige Heilberufler:innen. Die Gesetzgebende hat den selbstständigen Apotheker:innen die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwerben die Studierenden Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhalten die Apotheker:innen eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung können sie eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist:innen für Gesundheit und Prävention beraten die Apotheker:innen kompetent und unabhängig. Apotheker:innen begleiten Patient:innen fachlich, unterstützen menschlich und helfen so, die Therapie im Alltag umzusetzen.

Pressekontakt der Apothekerkammer Niedersachsen:
AzetPR
Andrea Zaszczynski
Wrangelstraße 111, 20253 Hamburg
Telefon: 040 / 41 32 700
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