Notdienstsuche

Welche Apotheke hat Notdienst?

Symbol Apotheke  
 
 

www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de

Karriere in der Apotheke vor Ort

Mehr Sicherheit für Patienten durch Medikationschecks

Patientengeschichten

Patienten erzählen davon, wie sie durch Krankheit in eine Krisensituation geraten sind und wie ihre Apotheker sie beraten, betreuen und begleiten.

Beratung von Flüchtlingen in der Apotheke

Informationen zur Gesundheit - in vielen Sprachen

Fortbildungsprogramm 2. Halbjahr

Melden Sie sich an

Beratung in der Apotheke ist evidenzgestützt

Mit dem Know-how des Apothekers das passende Medikament finden

Hannover, 02.04.2019 – Ob Ibuprofen bei Kopfschmerzen oder Diclofenac wenn die Gelenke wehtun: Vorübergehende, leichtere Krankheiten können in der Regel gut selbst behandelt werden. Rund die Hälfte der in Deutschland zugelassenen Medikamente ist verschreibungsfrei und damit für die Selbstmedikation geeignet. Doch rezeptfrei heißt nicht harmlos und nicht jedes Präparat passt automatisch zu jedem Patienten. Daher sollten sich Betroffene auch bei der Behandlung in Eigenregie auf das Wissen des Apothekers verlassen. Der Arzneimittelexperte berät evidenzbasiert. Das heißt, er stützt sich auf die aktuelle Datenlage beziehungsweise auf den aktuellen Wissenstand, wählt danach den geeigneten Wirkstoff aus und behält dabei immer den Einzelfall im Blick, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Als Richtschnur für die hohe Beratungsqualität und die sichere Arzneimitteltherapie dienen die Leitlinien der Bundesapothekerkammer (BAK), die bundeseinheitlich gültig sind.

Kopfschmerzen: Fragen – Entscheiden – Informieren
Die pharmazeutische Expertise des Apothekers, die aktuelle wissenschaftliche Studienlage und die individuellen Wünsche des Patienten bilden die Grundlage für die evidenzbasierte Beratung in der Apotheke. Wann und wie häufig treten die Beschwerden auf? Ist eine Ursache erkennbar? Leidet der Patient unter Kopfweh, wird der Apotheker erfragen, ob sich der Schmerz pulsierend, stechend oder anfallsartig anfühlt. Treten Begleitsymptome wie Licht- und Lärmempfindlichkeit, Schwindel, Sehstörungen, Übelkeit oder Erbrechen auf? Durch gezielte, systematische Fragen macht sich der Apotheker zunächst ein Bild über die individuelle Situation des Betroffenen. Informationen zu weiteren Arzneien, die der Patient einnimmt, runden das Bild ab.

Gelenke: Wirkstoffauswahl ist nicht zufällig
Je mehr Informationen der Apotheker in dem methodisch geführten Gespräch sammelt, desto besser kann er entscheiden, welcher Arzneistoff in welcher Darreichungsform passt. Bei Gelenkschmerzen erkundigt sich der Apotheker zum Beispiel, seit wann und wo der Schmerz auftritt. Ist der Schmerz, auch in der Ruhephase, dumpf oder eher stechend beim Gehen oder Stehen? Wie alt ist der Patient? Auch Übergewicht oder eine besondere Belastung durch Sport können für die Beschwerden verantwortlich sein. Je nach Auslöser kann die Therapie gemäß der Devise „Start low go slow“ mit einer niedrigen Wirkstoffkonzentration gestartet und langsam gesteigert werden. In manchen Fällen lindert schon eine entzündungshemmende Salbe, die gezielt aufgetragen wird, den Gelenkschmerz.

„Pro“ Patient
Neben dem pharmazeutischen Wissen, das der Apotheker durch Fortbildungen regelmäßig vertieft, dienen zum Beispiel Fachinformationen, Fachliteratur oder Studien mit höchster Aussagekraft als Quellen. Hat der Apotheker den richtigen Wirkstoff und die passende Darreichungsform ermittelt, wird er den Patienten umfassend beraten. Wann und wie wird das Präparat angewendet? Welche maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden? Hält beispielsweise der Kopfschmerz länger als drei bis vier Tage an, verschlechtern sich die Symptome oder treten die Kopfschmerzen häufiger auf, wird der Apotheker dem Betroffenen ans Herz legen, einen Arzt aufzusuchen.

Persönliche Beratung ist wichtig
Auch wenn in der Apotheke viele Medikamente ohne Rezept erhältlich sind: Nicht alle Beschwerden sollten in Eigenregie behandelt werden. Wenn sich Patienten bei gesundheitlichen Beschwerden zuerst in Internetforen eine Selbstdiagnose holen, können die Beiträge sie verwirren oder in die falsche Richtung führen. Der Apotheker kann die gesammelten Informationen entwirren und individuell auf den Patienten eingehen. Auch sollte man nie übriggebliebenen Tabletten schlucken, die für die Beschwerden eines anderen Familienmitgliedes ausgesucht wurden. Das sorgfältige Beratungsgespräch in der Apotheke vor Ort ist für die richtige Medikamentenauswahl in der Selbstmedikation wichtig. Der Arzneimittelfachmann klärt auch über die Grenzen und Risiken einer Behandlung in Eigenregie auf. Leidet der Patient beispielsweise unter Dauerkopfschmerz oder einer Nackensteifigkeit, die mit dem Kopfschmerz einhergeht, sollte nicht nur das Symptom behandelt, sondern die Ursache gefunden werden.

Lesen Sie hier mehr zu den Grenzen der Selbstmedikation bei Schmerzmitteln.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.800 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Pressekontakt der Apothekerkammer Niedersachsen:
AzetPR
Andrea Zaszczynski
Wrangelstraße 111, 20253 Hamburg
Telefon 040 / 41 32 700, info@azetpr.com

Apothekerkammer Niedersachsen
Anja Hugenberg
An der Markuskirche 4
30163 Hannover
Telefon: 0511 39099-0
Fax:       0511 39099-36
www.apothekerkammer-nds.de

Bildnachweis: ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.